Passionsspiele Oberammergau

    Einem Gelöbnis mit Liebe und Hingabe verpflichtet

    • Verrat von Jesus bei den Passionsspielen in Oberammergau
    • Oberammergauer Passionspiele in der Zugspitz-Region Garmisch-Partenkirchen
    • Abendmahl bei den Passionsspielen in Oberammergau

    Die Oberammergauer Passionsspiele finden seit 1634 in der oberbayerischen Gemeinde Oberammergau statt. Seit fast 400 Jahren lösen die Oberammergauer damit ein Versprechen ein.

    Als 1633 die Pest in Deutschland wütete, gelobten die Oberammergauer, regelmäßig Passionsspiele aufzuführen. Von diesem Tag an ist niemand mehr gestorben. Ab 1680 wurden die Passionsspiele im zehnjährigen Rhythmus veranstaltet. Inzwischen haben sich die Oberammergauer Passionsspiele zu einem weltweit bekannten Großereignis entwickelt, das Hunderttausende Besucher anlockt.

     

    Passionsspiele Oberammergau

    Mit Liebe und Hingabe dem Gelöbnis verbunden und in der Tradition verwurzelt

     

    Die Passionsspiele finden im Zehnjahresrhythmus von Mitte Mai bis Anfang Oktober fünfmal pro Woche statt. In über 100 Aufführungen, die jeweils 6 Stunden dauern, werden die Ereignisse zwischen Palmsonntag und Ostern dargestellt. Alle rund 2000 Mitwirkenden, vom Platzanweiser über die Schauspieler bis zu den Chorsängern, sind entweder im Ort geboren oder wohnen dort seit mindestens 20 Jahren.

     

    Mehr als 2000 Mitwirkende (Kinder und Erwachsene) bringen in einer fünfstündigen Aufführung die Geschichte des Jesus aus Nazareth auf der großen Freilichtbühne des Passionstheaters zu Gesicht und zu Gehör.

     

    Fast die Hälfte der Bewohner Oberammergaus spielen mit großer Hingabe die Geschichte jenes Mannes, dessen Botschaft über 2000 Jahre hin unglaublich vielen Menschen Hoffnung und Lebenskraft gibt, sie spielen sie von einem Einzug in Jerusalem bis hin zu seinem Tod am Kreuz und seiner Auferstehung.

     

    Theater gespielt wird in Oberammergau schon seit man denken kann – es gibt hier regelrechte Laienschauspiel-Dynastien, und nicht selten stehen vier Generationen einer Familie miteinander auf der Bühne. Rund ein Jahr vor Beginn der Passionsspiele wird der sogenannte Haar- und Barterlass verkündet. Von nun an lassen sich also alle Mitwirkenden die Haare und Bärte bis zum Ende der Spiele wachsen.  


    Die Gründe für den gewaltigen Zustrom der Zuschauer sind vielfältig, einer dürfte durch den besonderen Charakter dieses Spiels bestimmt sein. Es ist ein Mysterienspiel, das in dramatischer und zugleich meditativer Form die Passion Jesu zeigt. Zwischen den Szenen weisen Bilder mit lebenden Personen auf alttestamentliche Ereignisse hin, die der theologischen Deutung dienen und meditative Ruhepunkte darstellen. Zugleich gibt die anrührende Musik dem Ganzen den Charakter eines Oratoriums, in welchem durch Chor, Orchester und Solisten das Geschehen des Hörenden nahe gebracht wird.

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