Wohlschmeckende Liköre aus der Brauerei Ettal

    Geistreiches hinter Klostermauern

    • Moench brennt im Kloster Ettal Schnaps
    • Ausstellung zur Herstellung von Hochprozentigem in Kloster Ettal
    • Likoerherstellung in Bayern von den Moechen aus Kloster Ettal

    Die Klosterliköre aus der Ettaler Destillerie sind weit über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Bei einem Besuch des dazugehörigen Museums ist es nicht leicht, einen klaren Kopf zu behalten.

     

    Liköre aus Bayern mit Geschichte

    Hinter dicken Klostermauern mischen und experimentieren sie mit Kräutern und Pflanzen der Region – die Mönche vom Kloster Ettal. Das Ergebnis: feine Liköre, die in mächtigen 5.000-Liter-Holzfässern lagern und reifen. Welche Zutaten Frater Vitalis genau für die Herstellung der Ettaler Klosterliköre zusammenmischt, bleibt sein wohlgehütetes Geheimnis. Nur jeweils zwei Mönche bekommen vom Abt das Rezept. Insider reden nur vom gelben (Honig und Safran), roten (Heidelbeere), grünen (40 Kräuter) und braunen Likör (Magenbitter). Außerdem gibt es den beliebten Ettaler Heulikör, den Hopfenhalbbitter und den Klaren – ohne Zucker, würzig herb. Doch damit nicht genug: Auch Tinkturen aus Arnika und Latschenkiefer für müde Muskeln sowie Damen- und Herrendüfte haben die Mönche bereits kreiert.

     

    „Geistreiche“ Besichtigungen

    Eine Attraktion für sich ist das 1998 gegründete Ettaler Brauerei- und Destillations­museum. Auf über 400 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird die vier Jahrhunderte alte Geschichte der Klosterbrauerei Ettal dokumentiert. Auch über die Destillerie erfährt man einiges, zum Beispiel, dass die Mönche seit jeher auf künstliche Zusatzstoffe und Aromen verzichten.

     

    Das Rezept im Arzneischrank

    Im 19. Jahrhundert war das Kloster Ettal im Zuge der Säkularisation aufgehoben worden. Dabei kam ein Arzneischrank des Klosters in den Besitz der Familie Byschl. In diesem Arzneischrank entdeckte man das alte Rezept für den „Ettaler Klosterliqueur“. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann die Familie, die in Garmisch die erste Apotheke eröffnete, diesen Likör wiederherzustellen. 1900 wurde das Kloster Ettal von den Mönchen des Klosters Scheyern wieder errichtet. Schon bald danach erhielten die Geistlichen das Rezept für den „Ettaler Klosterliqueur“ zurück. Um 1911 wird die markante "Barockflasche" entwickelt, die die Einzigartigkeit des patentierten „Ettaler Klosterliqueurs“ hervorhebt.

     

    Besuchen Sie das Ettaler Brauerei- und Destillations­museum bei einem Urlaub in den Ammergauer Alpen, es lohnt sich – nicht nur an Regentagen.

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