Königswanderwege

    Auf König Ludwigs Spuren die Zugspitz Region erwandern

    • Bergtour Klammspitze Bayern
    • Heimgarten Walchensee Bayern
    • Koenigswegewanderwege Bayern
    • Schachenhaus Wettersteingebirge
    • Soiernsee Alpenwelt Karwendel

    Das Königshaus am Schachen, die Ludwigsfeuer im Naturpark Ammergauer Alpen, das Soiernhaus in der Alpenwelt Karwendel, das „Kini“-Denkmal in Murnau und natürlich Schloss Linderhof. In der Zugspitz Region finden sich viele Andenken an Ludwig II.

    (* 25. August 1845,+ 13. Juni 1886), der in den Bergen Zuflucht vor der Welt fand. Besonders im Spätsommer wird dem Monarchen mit Veranstaltungen rund um seinen Geburtstag gedacht. Auf den Königswanderwegen kommen Besucher seinen Lieblingsplätzen ganz nahe – und haben dabei die schönsten Aussichten. Wahrhaft königlich eben.

     

    Der "Kini" und seine Berge in der Zugspitz Region

    Schon König Ludwig II. von Bayern liebte die Zugspitz Region. Nicht nur seinen Geburts- und Namenstag am 25. August verbrachte der unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommene Regent in der hiesigen Bergregion. Er liebte die Berg-Einsamkeit und die Schönheit der Alpen, die er zum Arbeiten und auch zur Erholung bereiste. Darüber hinaus hatte er einen großen Bedarf an frischer Luft und Bewegung, denn schon als Kind war er häufig mit den Eltern im Gebirge unterwegs. Seine Berghütten besuchte der König nach einem festen Plan. Mit von der Partie waren nur sein Leibdiener, sein Koch und sein Pferdeknecht. Vier ausgewählte Ausflugsziele in der Zugspitz Region zählten zu „Kinis“ Sehnsuchtsplätzen. Seine beliebtesten Berghütten waren die Schachenhütte am berühmten Schachenschloss im Zugspitzland, die Brunnenkopfhütte in den Ammergauer Alpen sowie das Soiernhaus in der Alpenwelt Karwendel.

     

    Heimatgarten: Das Leben des Märchenkönigs vor Augen

    Auf dem Heimgarten bietet sich bei klarem Wetter die Lebensgeschichte von König Ludwig II. von seiner Geburt in München bis zum Tod im Starnberger See als Panoramablick: Am bewaldeten Altlacher Hochkopf über dem Walchensee steht noch heute die um 1850 von König Max II. als Jagdhütte errichtete Hochkopfhütte. An der Schöttelkarspitze in der Soierngruppe stand Ludwigs »Belvedere«, darunter verstecken sich die Soiernhäuser, einst königliches Jagdhaus sowie Pferdestall. Der Blick schweift weiter zum berühmten Schachenhaus im Wetterstein und zum Pürschling, dem Hausberg von Schloss Linderhof.

    Vom Blauen Land auf den Heimgarten zu steigen, ist beinahe noch ein Geheimtipp. Meist kommen Besucher auf dem viel begangenen Gratübergang vom Seilbahnerschlossenen Herzogstand herüber. Wer dagegen von Ohlstadt, also aus dem Loisachtal ansteigt, wandert insgesamt gute sechs Stunden in absoluter Ruhe und Abgeschiedenheit. Nach herrlich schmalen Pfaden durch dichten Bergwald lichtet sich auf halber Strecke der Wald, macht Platz für blühende Almwiesen. Ab dem Rauheck öffnet sich das Panorama, weitet sich dann vollends mit jedem Schritt bis zum 360°-Panorama am Gipfel. Knapp darunter verlockt die gemütliche Heimgarten-Hütte zu einer gemütlichen Brotzeit.

     

    Bergtour auf den Heimatgarten

    Start und Ziel in Ohlstadt, Parkplatz am Ende der Wankstraße. Auf- und Abstieg: ca. 1150 Hm, Gehzeit: ca. 5,5 – 6 Std. Heimgartenhütte ist am Gipfel.

     

    Klammspitze und traditionelles Ludwigsfeuer im Naturpark Ammergauer Alpen

    Wenn am 24. August die Nacht hereinbricht, erleuchten die Gipfel rund um Oberammergau im Schein der Ludwigsfeuer. Zwei Tage lang feiern die Ammergauer Alpen so alljährlich den Geburtstag von Ludwig II. und erhellen die Berge mit lodernden Kronen und Kreuzen. Perfekter Logenplatz für den Feuerzauber, der durch Leuchtraketen flankiert wird, ist im Tal das Zentrum Oberammergaus. Von dort bietet sich ein besonders umfassender Rundblick. Noch eindrucksvoller zeigen sich die Ludwigsfeuer von einem der Gipfel oder einer hoch gelegenen Berghütte in den Ammergauer Alpen. Im Lieblingsrefugium des Märchenkönigs wird am folgenden Tag
    gefeiert. Auf Schloss Linderhof wird zur König-Ludwig-Nacht schon ab Nachmittag ein breites Kulturprogramm geboten. Die Brunnenkopfhütte, ist vom Tal in gut zwei Stunden erreicht. Die DAV-Hütte in einmaliger Panoramalage geht auf die Brunnenkopfhäuser zurück, einstige Jagdhütten, die König Maximilian II. Mitte des 19. Jahrhunderts errichten ließ. Zum Hüttengipfel Brunnenkopf sind es nur ein paar Minuten, zur Großen Klammspitze keine zwei Stunden. Ein spannend angelegter Bergweg zieht anfangs durchs Wintertal auf herrlichen Bergwiesenpfaden zur Schulter im Südgrat und über diesen mit leichter Klettereinlage in Richtung Gipfelkreuz.

    Bergwanderung zur Großen Klammspitze

    Start und Ziel in Schloss Linderhof (Großparkplatz, gebührenpfichtig). Aufstieg ca. 4 Std./ Abstieg ca. 3 Std.; Übergang Brunnenkopfhaus – Pürschling ca. 3 Std. Die Gipfelbesteigungen eignen sich nur für Geübte.

     

    Schachenschloss im Wetterstein

    Ein Schloss Im Schweizer Chaletstil, inmitten der Einsamkeit des Wettersteins? In 1885 Metern Höhe wie ein Adlerhorst auf einen Felskopf geklebt? Das das herrliche Königshaus unterhalb der majestätischen Dreitorspitze setzt dem Ganzen buchstäblich die Krone auf.


    Schloss Elmau ist seit jeher bevorzugter Ausgangspunkt für eine Wanderung zum Schachen. Aus den dichten Wäldern am Fuß des Wettersteingebirges zieht der Königsweg relativ gemächlich über mehrere Geländestufen bis zum prominent gelegenen Ziel.

    Ein paar Meter entfernt breitet sich ein herrlicher, botanischer Garten in der beeindruckenden Bergwelt aus. Mit etwa 1500 verschiedenen Blumen und Pflanzen der Alpenflora und der wahrlich nicht alltäglichen Höhenlage ist das eine echte Attraktion.

    Im benachbarten Schachenhaus bringt Marianne Leitenbauer typisch Bayerisches aus hofeigenen und regionalen Produkten auf den Tisch. Wer noch weiter rauf will, zur Meilerhütte des DAV am »Gatterl« oder gar bis auf die Partenkirchner Dreitorspitze, kann im Schachenhaus auch übernachten.


    Trittsichere Bergwanderer wählen für den Abstieg den spannenden Kälbersteig ins Partnachtal und wandern entlang dem rauschenden Fluss durch die eindrucksvolle Partnachklamm zum Olympiaskistadion.

     

    Jagdschloss Schachen

    Viermal täglich Führungen um 11.00, 13.00, 14.00 und 15.00 Uhr, bei Bedarf werden bei größerer Nachfrage auch Zwischenführungen eingelegt.

    Eintritt EUR 4,50, ermäßigt EUR 3,50.

     

    Bergwanderung zum Schachenhaus

    Start und Ziel in Elmau, Wanderparkplatz. Zufahrt von Klais. Aufstieg ca. 3 Std., Abstieg ca. 2 Std.; Abstieg über Kälbersteig ca. 3 bis 4 Std., nur für Geübte.

     

    Schöttelkarspitze: Wandern zu des Königs Teepavillon

    König Ludwig II. hatte ja so manche Idee, die uns heute den Kopf schütteln lässt. Aber er hat damit auch all jene wunderbaren Wanderziele hinterlassen, die seinen Spuren folgen. Etwa die stolze, 2050 Meter hohe Schöttelkarspitze in der Soierngruppe. Tee muss man heute zwar selbst mitbringen – Ludwigs Teehäuschen »Belvedere« ist Anfang des 20. Jahrhunderts abgebrannt –, geblieben ist die wahrlich königliche 360°-Rundumschau. Bis heute lässt sich des Königs Weg nachwandern, angefangen in Krün (oder Wallgau), dann über die liebliche Fischbachalm und den kurz auch drahtseilgesicherten Lakaiensteig zum Soiernhaus. Der wilde Weg war einst die Abkürzung der Dienerschaft. Die tiefe türkisblaue Farbe der Seen begeisterte den Monarchen so sehr, dass er hier sein königliches Jagdhaus errichten ließ.

    Das Soiernhaus ist heute Ausgangspunkt einer Vielzahl von Bergwanderungen und auch Etappenziel der Mehrtagestour »Zwischen Soiern und Karwendel«. Nach einer Nacht in der DAV-Hütte sind die umgebenden Gipfel über dem Soiernkessel in direkter Reichweite. Die berühmte Soiernrunde, also die Überquerung aller Gipfel im hufeisenförmigen Gratverlauf zwischen Schöttelkarspitze, Feldernkopf, Soiernschneid und der 2257 Meter hohen Soiernspitze, sucht ihresgleichen weit und breit.

     

    Bergtour zur Schöttelkarspitze

    Start in Krün oder Wallgau, Ziel in Mittenwald. Aufstieg zum Soiernhaus 3 bis 3,5 Std., dann über die Serpentinen des Reitwegs zur Schöttelkarspitze weitere 1,5 Std. Die Tour eignet sich nur für geübte und erfahrende Bergsteiger.

     

    Aktuellen Flyer zu Königswanderwegen in der Zugspitz Region können Sie hier herunterladen.

    Viel Spaß auf den Spuren von Märchenkönigs in Bayern!

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