© Zugspitz Region GmbH; Foto: E. Spengler

Bewusst achtsam am Weg

Wir lieben die Natur und die Natur liebt uns... oder!?

Bewusst achtsam am Weg zu jeder Jahreszeit

Umsichtig, naturverträglich und mit voller Leidenschaft in den Bergen unterwegs!

Wanderungen entlang tobender, kraftvoller Gebirgsbäche. Waghalsige Kletterpartien am Sonnen gewärmten Fels. Oder rassige Bergtouren auf schmalen Pfaden im alpinen Gelände. Die Zugspitz Region ist eine Wander-Welt voller Kontraste mit gigantischem Ausmaß das ganze Jahr über. Um die Struktur des mehr als 1200 Kilometer langen Wegenetzes und die ursprüngliche Landschaft der Zugspitz Region zu schützen und zu erhalten, setzt man vor Ort auf die Verantwortung und Beteiligung aller. Mit Köpfchen anzureisen und die vielen Angebote im öffentlichen Verkehr zu nutzen, gehört ebenso dazu, wie Schutz- und Schongebiete für Pflanzen und Tiere zu respektieren, Futterstellen für Wildtiere zu umgehen und Hunde anzuleinen. Piktogramme zeigen, wie man sich vor Ort richtig verhält und „umsichtig, naturverträglich und mit voller Leidenschaft in den Bergen unterwegs“ ist.  

 

Piktogramm
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Rücksicht macht Wege breit: für besseres Miteinander auf Feld- und Landwirtschaftswegen

Rücksichtsvoll unterwegs

Miteinander und gemeinsam

Miteinander und rücksichtsvoll unterwegs: Lebe ein verständnisvolles und gemeinschaftliches Miteinander vor! Umsichtig und mit Verstand: Achtet aufeinander und begegnet Euch respektvoll, damit jeder seine Version von Entspannung und Erholung in der Natur finden kann.

Gemeinsam auf dem Weg. Verhalte Dich auf Wegen, die zu unterschiedlichen Zwecken wie Wandern, Radfahren oder aber zur Landwirtschaft genutzt werden, rücksichtsvoll und verantwortungsbewusst gegenüber den Anderen und der Natur.

"Rücksicht macht Wege breit" für ein besseres Miteinander auf Feldwegen: In der Zugspitz Region gibt es viele Menschen, die Erholung im näheren Umfeld suchen. Zahlreiche Tagesausflügler strömen in die landschaftlich reizvolle Region. Da kommt es häufiger zu Spannungen zwischen Traktor-Fahrern, Radfahrern und/oder Fußgänger. Die Aktion "Rücksicht macht Wege breit" ruft zur gegenseitigen Rücksichtnahme aller Parteien auf. Im Flyer "Rücksicht macht Wege breit" wird es erklärt, warum es schädlich ist, wenn man zum Beispiel während der Hegezeit eine Wiese betritt oder warum Landwirte auch am Wochenende mit landwirtschaftlichen Gefährten über landwirtschaftliche Wege fahren.

 

Der Natur zur Liebe

Auf dem Weg bleiben und Hunde an die Leine

Auf beschilderten Wegen bleiben: Die Wanderwege in der Zugspitz Region sind sehr gut beschildert. Damit Du unsere wertvolle Natur schützt und sie noch lange genießen kannst, vermeide Abkürzungen oder unbeschilderte Wege. 
 
Wer arbeitet, hat Vorrang: Ohne die Bewirtschaftung der Almen, der Pflege des Waldes oder der Jagd würden die Almflächen zuwachsen und der Wald würde nicht vor Hochwasser oder Lawinen schützen. Es ist daher zwingend notwendig, dass die Personen, die hier arbeiten, auch mit Autos und Traktoren auf den Forstwegen unterwegs sind. Darum rechne zu jeder Zeit mit Gegenverkehr und bewege Dich auch auf Forstwegen mit Umsicht.

Hunde an die Leine nehmen: Respektiere die Lebensräume der Wildtiere und führe Deinen Hund an der Leine! Lasse ihn nur in Notsituationen frei laufen! Führe Deinen Hund an der Leine, damit er nicht Wild aufschreckt, Schafe jagt oder Kühe erschreckt. Leine ihn nur ab, wenn eine Kuh aggressiv reagiert und Gefahr droht.
Für Hunde ist die freie Natur ein Paradies mit verlockenden Gerüchen. Wenn es die Hunde aufgrund ihrer Neugier allerdings ins Dickicht oder auf die Wiesen und Felder treibt, so können sie bei Reh, Hase und Weidevieh enormen Stress auslösen. Nehme daher Rücksicht auf die Wildtiere und Leine Deinen Hund an.
Und wusstest Du schon: Von Kühen aufgenommener Hundekot führt zu schweren Koliken und Missbildungen bei den Kälbern. Darum bitte die Hundehaufen immer in Hundetüten verpacken und wieder mit ins Tal nehmen.

Piktogramm
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Auf beschilderten Wegen bleiben
Piktogramm
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Nutze die öffentlichen Verkehrsmittel für deine Anreise

Anreise mit ÖPNV und Parken

Auf umsichtige Mobilität mit dem ÖPNV setzen

Nutze, wann immer möglich, die öffentlichen Verkehrsmittel, die Dich sicher und bequem zum Ausgangspunkt und wieder zurück bringen. Die Nutzung des ÖPNV trägt nicht nur zum Umweltschutz bei, sie bedeutet auch weniger Stress und Stau, mehr Zeit für andere Dinge (wie Bücher lesen oder die nächste Tourenplanung) und mehr Sicherheit.

Nur auf ausgewiesenen Parkflächen parken: Respektiere örtliche Regelungen. Parke Dein Fahrzeug ausnahmslos auf ausgewiesenen Parkplätzen, niemals auf Wiesen oder am Straßenrand. Das Abstellen Deines Fahrzeugs abseits der ausgewiesenen Parkflächen zerstört die Natur, erschwert oder verhindert in manchen Fällen sogar die Zufahrt für Rettungsfahrzeuge und bringt Dich unter Umständen in Gefahr, weil Du erst noch entlang stark befahrener Straßen und ohne richtigen Fußweg zum Ausgangspunkt Deiner Tour gehen musst.

 

 

Naturverträgliches Camping

Übernachten und offenes Feuer

Schlage Dein Lager nur auf ausgewiesenen Plätzen auf. Zelten und Biwakieren im freien Gelände ist zum Schutz der Natur in den meisten Gebieten verboten. Wenn Du mit dem Campervan unterwegs bist, stelle auch diesen nur auf dafür vorgesehenen Stellplätzen ab und entleere Deine Campingtoilette an offiziellen Entsorgungsstationen.

Sehe davon ab, offenes Feuer in der freien Natur zu machen. Zur Verminderung der Waldbrandgefahr ist Entzünden von Feuer im Wald sowie in der Nähe eines Waldes ohne Genehmigung nicht erlaubt. In National- und Naturparks ist offenes Feuer grundsätzlich verboten! Ein Feuer hinterlässt immer Spuren und zerstört ein Stück Natur. Bei Wind und Hitze gilt besonders erhöhte Wald- und Grasbrandgefahr. Deshalb solltest Du, wenn möglich, eine bereits bestehende bzw. ausgewiesene Feuerstelle nutzen. Denn Du bist verantwortlich, falls es zu einem Brand kommt.

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Bitte Zelten nur auf ausgewiesenen Plätzen!
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Achte auf die Umwelt und nimmt deinen Müll wieder heim!

Müll wieder mitnehmen und auf den Einsatz von Drohnen verzichten

Respektvoll gegenüber der Natur

Achte auf die Umwelt und werfe jeglichen Müll in vorgesehene Entsorgungsbehälter oder nehme ihn wieder mit nach Hause. Müll hat in der Natur und auf den Bergen nichts verloren. Egal ob Taschentuch oder Bananenschale - auch für organische Abfälle gilt: Die Kompostierzeiten sind lang. Zudem kann es zu schweren Krankheiten führen, wenn Tiere den Müll fressen.

 

Zum Schutz der Natur ist es verboten, Drohnen oder sonstige Fluggeräte im Naturschutzgebiet zu starten, landen und fliegen zu lassen.
Im Freizeitbereich erfreuen sich Drohnen zunehmender Beliebtheit: Sie liefern Bilder aus ungewöhnlichen Perspektiven und laden zu spektakulären Flugmanövern ein. In Schutzgebieten ist der Einsatz jedoch verboten. Der Grund hierfür ist unter anderem die Tatsache, dass Drohnen wildlebende Tiere beunruhigen und stören können. Für die sensible Tierwelt sind die Schutz- und Ruhezonen überlebenswichtiger Rückzugsraum.
In Nationalparks, Naturschutzgebieten und Vogelschutzgebieten sind Drohnen generell verboten. Darüber hinaus gibt es weitere Flugbeschränkungsgebiete, sogenannte NoFly Zones. Erkundigen Sie sich im Zweifel im Vorfeld von Flügen bei den zuständigen Behörden.

 

 

Umsichtiger Umgang mit Tieren

Lebensraum respektieren

Gatter immer schließen: Glücklicherweise dürfen immer noch viele Weidetiere den Sommer auf den Almen der Bergregionen verbringen. Durch das verlässliche Schließen der Gatter hilfst Du dabei, Weidevieh zu schützen und die Arbeit der Almwirte zu erleichtern. Der Alltag der Almwirte ist hart und anstrengend. Damit sie nach getaner Arbeit nicht noch auf die Suche nach ihren Tieren gehen müssen, denke daran, die Gatter auf Deinem Weg verlässlich zu schließen. Du ersparst dem Almwirt so nicht nur unnötige Arbeit, sondern schützt im äußersten Fall das Weidevieh auch vor Verletzungen, die es sich im nicht für Weidezwecke vorgesehenem Gelände zuziehen könnte.

Lebensraum der Almtiere respektieren: Kühe sind zu starke Annäherung nicht gewöhnt – darum halte Abstand und verhalte Dich ruhig. Wenn die Tiere sich unnötig erschrecken, bist Du in Gefahr. Aber auch Tiere können entlaufen und sich dabei schwer verletzen oder sogar abstürzen.

Der Tag gehört dem Mensch, die Nacht den Tieren: Die Tiere brauchen ihre Ruhe – genau wie Du müssen auch sie regelmäßig schlafen! Zudem sind die Tiere in der Dämmerung auf Nahrungssuche und sollten dabei durch die Anwesenheit von Menschen nicht gestört werden. Darum meide die Nacht- und Dämmerungszeiten.

Ein gutes Miteinander von Hundehaltern und Landwirten. Hundekot auf Wiesen und Weiden stellt eine Gefahr für die Gesundheit der weidenden Kühe dar. Deswegen sollten Hundehalter beim Verlassen des Hauses immer eine Plastiktüte mitnehmen. In der Broschüre "Hund und Kuh auf Du und Du" erfährst Du, was Hundekot so gefährlich für Kühe macht und was die Folgen sind.

Broschüre
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Tipps für ein gutes Miteinander von Hundehaltern und Landwirten: Broschüre "Hund und Kuh auf Du und Du"
Piktogram
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Mindestabstand von 1,5m halten

Verhalten in Corona-Zeiten

Zu Corona-Zeiten bedarf es auch in der freien Natur besondere Sorgfalt. Hier sind unsere Tipps für einen sicheren Aufenthalt:

Abstand halten: Auch in der freien Natur, auf Wanderwegen oder Skipisten ist ein ausreichender Abstand zu anderen wichtig. Um unsere schöne Landschaft gemeinsam genießen zu können, halte auch bei der Bewegung und dem Sport an der frischen Luft einen Mindestabstand, wenn möglich sogar mehr als die 1,5 Meter. Über ein nettes Winken und ein herzliches „Servus“ freuen wir uns alle, auch bei einem größeren Abstand.

Persönliches Risiko minimieren: Zur Entlastung der Krankenhäuser, seie zurückhaltend! Unternehme Touren deutlich unter Deinem Leistungsniveau und plane jede Tour sorgfältig. Der Lawinenlagebericht und die aktuellen Wetterbedingungen sollten immer in Deine Entscheidung zur Tourenwahl einfließen. Prüfe verantwortungsvoll, welche Sicherheitsausrüstung für Deine Tour notwendig ist. So lange die offiziellen Skipisten nicht in Betrieb sind, sind auch diese als Skitour im freien Gelände einzustufen.

Lebensräume erkennen: Schutz- und Schongebiete für Pflanzen und Tiere respektieren sowie Lärm vermeiden. Wildtieren solltest Du möglichst ausweichen, sie nur aus der Distanz beobachten, Futterstellen umgehen und Hunde anleinen. Bevorzuge Touren mit offizieller Routenführung und Markierungen, um nicht ungewollt in Schutzzonen einzudringen. 

Touren klug planen: Meide beliebte Orte oder verzichte im Zweifel auch mal und weiche auf alternative Sportbetätigungen in Wohnortnähe aus!

 

 

Blütenpracht bei uns dahoam!

Welche Pflanze wächst da eigentlich am Wegesrand?

Du hast Dich beim Wandern schon immer gefragt, was am Wegesrand wächst?

Darf man die Blumen pflücken? Welche Pflanzen sind giftig und welche seltene Blume hat sogar medizinische Heilkräfte?

Diesen Fragen ist das P-Seminar des Werdenfels-Gymnasiums 2020/2021 nachgegangen und hat mit unserer Unterstützung eine umfassende Broschüre erstellt, die als treuer Begleiter in jeden Wanderrucksack gehört.

Das Heftlein ist wie ein klassisches Bestimmungsbuch aufgebaut, d.h. die vorgestellten Blüten sind nach Farben sortiert, so können auch Laien und Kinder sich schnell orientieren.

Die Broschüre „Blütenpracht bei uns dahoam“ kannst Du kostenlos bestellen oder einfach downloaden.

Broschüre
© Zugspitz Region GmbH
Bestimmungsbüchlein "Blütenpracht bei uns dahoam"

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Naturverträglich und Respektvoll

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